Das Thema Babyphone Strahlung beschäftigt viele Eltern im Zusammenhang mit dem Kauf eines geeigneten Babyüberwachungsgerätes. Hilfreiche Informationen zu diesem sensiblen Thema finden Sie in den nachfolgenden Kapiteln.


Infografik Babyphone Strahlung

Tipps zur Babyphone Strahlung teilen


Grundsätzlich gilt, dass analoge Babyphones weniger Strahlung als ihre digitalen Geschwister produzieren. Digitale Babyphones arbeiten nach dem DECT Standard (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) und erzeugen - wie alle anderen auf dem DECT Standard basierenden kabellosen Geräte auch - hochfrequente, gepulste Mikrowellen.

Das hört sich zunächst abschreckend an, aber DECT basierte Geräte sind mittlerweile Standard in allen Haushalten. Sei es in Form eines schnurlosen Telefons, eines WLAN-Routers oder eines Handys. Die Stiftung Warentest hat in in ihren Babyphone Tests von 2011 und 2015 die Feldstärke von DECT Babyphones gemessen. Diese lag weit unter den zulässigen Grenzwerten gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Hinweis:
Unabhängig davon, ob Sie sich für ein besonders strahlungsarmes Babyphone entscheiden oder nicht: Achten Sie immer darauf, dass die Sendeeinheit in einem Mindestabstand von 1 Meter zum Baby aufgestellt ist. So wird das Baby ausreichend vor Elektrosmog geschützt.


Im 2015er Babyphone Test der Stiftung Warentest ist zum Thema Strahlung folgende Aussage zu finden:


Die gemessenen Feldstärken lagen bei allen Geräten weit unter den Grenzwerten gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz. Nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis besteht keine Gesundheitsgefahr. Quelle: Stiftung Warentest Babyphone Test 05/2015


Auch bei einem weiter zurückliegenden Babyphone Test in 05/2011 stellte die Stiftung Warentest bereits klar, dass hinsichtlich des Themas Elektrosmog bei Babyphones kein Grund zur Sorge besteht:


Im Test stießen wir auf Werbeaussagen wie „Gehäuseinneres des Senders zur Reduzierung von Elektrosmog mit Kupfer beschichtet“. Ein Funkgerät wie das Babyfon muss aber senden. Solche Hinweise spielen mit der Angst der Eltern vor Funkwellen. Doch die ist unbegründet. Selbst Dect-Babyfone mit einer systembedingt höheren Feldstärke erreichten bei einem Meter Abstand nur gut 6 Prozent des zulässigen Grenzwerts von 250 Milliwatt. Zum Vergleich: Bei Handys ist in diesem Frequenzbereich maximal 1 Watt (1.000 Milliwatt) erlaubt. Die Sendeleistung der Babyfone ist kein Grund zur Sorge. Quelle: Stiftung Warentest Babyphone Test 05/2011


Bei Handys ist also der zulässige Grenzwert um das 4-fache höher (1.000 Milliwatt zu 250 Milliwatt). Mit nur lediglich 6% des zulässigen Grenzwertes (ca. 15 Milliwatt) bei Einhaltung des 1 Meter Mindestabstandes ist ein digitales (DECT) Babyphone laut Stiftung Warentest unbedenklich was die Strahlung betrifft.

Hinsichtlich der vorgestellen Erkenntnisse verwundert es nicht, dass bei den beiden existierenden Tests (2011 und 2015) der Stiftung Warentest jeweils ein DECT basiertes Babyphone den Testsieg erringen konnte:


Der Vorteil eines analogen Babyphone in Bezug auf die ausgehende Strahlung ist nur minimal. Demgegenüber stehen jedoch eine ganze Reihe von Nachteilen gegenüber den Geräten, die den DECT-Standard zur Datenübermittlung verwenden.

Nachteile von analogen Babyphones:
  • Keine automatische Kanalwahl,
  • Interferenzen mit anderen funkbasierten Geräten,
  • keine Gegensprechfunktion,
  • i.d.R. geringere Reichweite gegenüber DECT Babyphones.

Philips hat mit dem Avent SCD 560 mittlerweile einen Nachfolger für das in die Jahre gekommene SCD 525 (Stiftung Warentest Testsieger 2011) im Angebot. Das Avent SCD 560 verfügt u.a. über einen strahlungsfreien Eco Max-Modus:


Philips Avent SCD 560

Pluspunkte

  • ECO-Max-Modus: 100% strahlungsfrei
  • Gegensprechfunktion
  • Geräuschpegelanzeige
  • Schlafmelodien
  • Nachtlicht
  • Fütterungs-Timer
  • Schutz vor Stromausfall
  • Vibrationsalarm

Gesamtnote
SEHR GUT (1.41)

Amazon EUR 86.99


DECT Babyphones verbuchen darüberhinaus weitere Pluspunkte auf der Habenseite:

  • Automatische Kanalwahl aus einer großen Anzahl verfügbarer Kanäle,
  • digitale, störungsfreie Übertragung ohne Interferenzen mit anderen funkbasierten Geräten,
  • verschlüsselte, abhörsichere Übertragung,
  • kristallklare Sprachqualität,
  • gute Reichweite,
  • Gegensprech-Funktion (abhängig vom Modell).

Ein wesentlicher Kritikpunkt beim ÖKOTEST Babyphone Vergleich ist die nicht abschaltbare Reichweitenkontrolle bei den DECT basierten Babyphones. Diese sorgt für einen in regelmäßigen Intervallen stattfindenden Signalaustausch zwischen Sende- und Empfangseinheit. Dies resultiert in zusätzlichem Elektrosmog.

Aber was nützt ein Babyphone, wenn man den Empfangsbereich verlässt und KEINE Warnung erhält? Die Folge kann ein verpasster Hilferuf des Babys sein und das wäre fatal. Sinnvoll ist eine abschaltbare Reichweitenkontrolle nur, wenn sichergestellt ist, dass innerhalb des eigenen Bewegungsradius ein reibungsloser Empfang gewährleistet ist.

Hinweis:
Die aktuellen (DECT) Babyphones der Avent Baureihe - SCD 560 und SCD 580 - verfügen über einen neuen sog. Eco Max-Modus: In diesem Modus ist die Funkverbindung deaktiviert und wird nur dann eingeschaltet, wenn ein Geräusch im Kinderzimmer erfasst wird. Ein ständiger Signalaustausch (Reichweitenkontrolle) findet nicht statt.

Die gleiche Funktion (abschaltbare Reichweitenkontrolle) bieten die NUK Babyphone Modelle: Die Funktionsbezeichnung lautet hier Full Eco-Modus.


Unser Babyphone Ratgeber unterstützt Sie bei der Auswahl eines geeigneten Gerätes. Der Ratgeber unterteilt den Babyphone Markt in mehrere Segmente und Sie erhalten pro Segment eine Kaufempfehlung: