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Smartphones und die darauf laufende Software in Form von Apps dringen immer mehr in die Bereiche des täglichen Lebens vor. Technikbegeisterte unter uns bauen ihr Smartphone mit Hilfe von Apps zu einer Art Schweizer Taschenmesser aus, das als Nachrichtenzentrale, Navigationsgerät, Spielekonsole oder Virtual Reality Maschine dient und mit dem man nebenbei auch noch traditionell telefonieren kann.

Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass sich auch zum Thema Babyüberwachung diverse digitale Helferlein in den bekannten Appstores von Apple, Google und Microsoft tummeln und um die Aufmerksamkeit junger Eltern buhlen. Dabei hat man beim Apple iPhone (iOS) und auch bei Smartphones, die auf Android, dem mobilen Betriebssystem von Google basieren, die Auswahl zwischen mehreren Apps mit ähnlichem Funktionsumfang.

Die Babyphone App wird auf dem Smartphone gestartet und ersetzt die Sendeeinheit (Babyteil) eines herkömmlichen Babyphones. Per Menü kann ein Geräusch-Schwellwert und die anzurufende Nummer (Mobil- bzw. Festnetz) konfiguriert werden. Überschreitet der Geräuschpegel im Kinderzimmer den konfigurierten Schwellwert, ruft die Babyphone App automatisch die konfigurierte Nummer an.

Andere Systeme nutzen eine spezielle Webcam, die per WLAN mit dem elterlichen Smartphone verbunden wird und u.a. ein Livebild des Babys überträgt.

Babyphone App
Smartphones und die darauf laufenden Apps stellen viele Dienste bereit.

Bei der Überwachung von Neugeborenen ist ein traditionelles Babyphone jedoch die sichere Wahl.



Aber ist eine App als Babyphone Ersatz tatsächlich empfehlenswert?

Stiftung Warentest hat mehrere Systeme und Apps ausführlich getestet und zieht dabei ein ernüchterndes Fazit:

Beide System arbeiten unzuverlässig. Im Test kam es mehrfach zu Verbindungsabbrüchen. Quelle: Stiftung Warentest Babyphone Test 05/2015

Kein Verlass ist auch auf die geprüften Babyphone-Apps, die auf einem Smartphone oder Tablet im Kinderzimmer laufen und ohne separate Webcam auskommen. Von ihnen sollten sicherheitsbewusste Eltern die Finger lassen. Es kann ohne Warnung zu Verbindungsabbrüchen kommen. Quelle: Stiftung Warentest Babyphone Test 05/2015

Der Praxistest hat also gezeigt, dass Babyphone Apps keinesfalls eine zuverlässige Alternative sind. So verlockend der Einsatz einer nur wenige Euros kostenden App auch klingen mag, bei der Sicherheit Ihres Kindes sollten Sie keine Kompromisse eingehen!

Nachfolgend erfahren Sie mehr zu den Nachteilen und Gefahren, die bei einer Babyüberwachung zu berücksichtigen sind:

  • Strahlungsbelastung durch Smartphone

    Sie alle haben sicher schon von der Strahlenbelastung durch Mobilfunktefone/Smartphones gehört. Bei Mobilfunktelefonen bzw. Smartphones liegt der zulässige Grenzwert für Strahlung bei satten 1.000 Milliwatt. Für Babyphones ist der Grenzwert um ganze 75% niedriger. Es sind nur 250 Milliwatt erlaubt.

    Wollen Sie tatsächlich Ihr Neugeborenes dauerhaft dem Elektrosmog eines Smartphones aussetzen?

  • Netzabdeckung des Smartphones

    Die große Reichweite einer Babyphone App, die ja - im Gegensatz zu herkömmlichen Babyphones - über das Mobilfunknetz arbeitet klingt erstmal verlockend. Erstens müssen Sie jedoch sicherstellen, dass die Netzabdeckung gewährleistet ist (und wir alle kennen die lästigen Funklöcher diverser Mobilfunkanbieter) und zweitens: Was nützt Ihnen die Information, dass Ihr Baby schreit, wenn Sie 20 km weit entfernt sind?

    Ihr Baby wird sich "bedanken", wenn Sie nach einer halben Stunde eintreffen um nach dem Rechten sehen (:-

  • Kosten pro Telefonat

    Falls Sie keine Flatrate besitzen, sollten Sie auf die Kosten achten. Da die Babyphone App aktiv die konfigurierte Rufnummer anwählt, entstehen natürlich Zusatzkosten. Das ist bei einem Babyphone nicht der Fall, der "Babyruf" ist immer kostenlos.

  • Babyphone App löst Fehlalarm aus

    Fehlalarme sind bei der ein oder anderen Babyphone App durchaus an der Tagesordnung. Sie können nicht davon ausgehen, dass eine App die gleiche Qualität bietet wie ein auf die Babyüberwachung spezialisiertes Gerät.

    Vielleicht haben Sie schon einmal versucht, ein Smartphone mit Navigations App, als Navigationsgerät auf einem Fahrrad einzusetzen. Das funktioniert zwar im Groben, aber kommt längst nicht an die Qualität eines spezialisierten Navigationsgerätes heran. Hier mangelt es dann doch an Akku-Laufzeit, Robustheit, Bedienungskomfort, Ablesbarkeit während des Fahrens und weiteren Eigenschaften.

    Genauso kann eine Babyphone App kein dediziertes Babyphone ersetzen. Wenn Sie sich für Einsatz einer Babyphone App entscheiden, müssen Sie auch bereit sein, mit Einschränkungen und unangenehmen Nebeneffekten zu leben.

  • Softwarefehler - Babyphone App bleibt hängen

    Ja, auch das passiert schon mal. Wir kennen es ja alle von der PC Arbeit: "Reboot tut gut". Smartphones sind kleine Computer und die Software, die sie antreibt, ist komplex. Da kann es schon mal passieren, dass die Babyphone App abstürzt oder, nachdem sie einen Alarm ausgelöst hat, das Gespräch nicht beendet und folglich keinen neuen Alarm auslösen kann.

    Die Chance einer Fehlfunktion bei einem herkömmlichen Babyphone ist um Faktoren geringer. Die im Innern des Babyphones arbeitende Software ist bei weitem nicht so komplex im Vergleich zu einem modernen Smartphone Betriebssystem und einer darauf aufsetzenden Babyphone App.

  • Viren - Die neue Smartphone Bedrohung

    Wie bereits oben erwähnt werden Smartphones von komplexer Software gesteuert. Ein modernes Smartphone OS ("Operating System") ist durchaus mit der Komplexität eines PC Betriebssystems vergleichbar. Ähnlich groß ist auch die Gefahr eines Virenbefalls. Smartphones und Tablets gehören mittlerweile zu beliebten Angriffszielen der Virenprogrammierer.

    Was nützt Ihnen die Babyphone App, wenn ein Virus Ihr Smartphone lahmlegt ?

    Diese Gefahr ist nicht zu unterschätzen. Herkömmliche Babyphones sind dagegen keine Angriffszeile von Computer Hackern, da Sie nicht mit dem Internet verbunden sind. Bis dato ist uns die Existenz eines "Babyhone Virus" noch nicht zu Ohren gekommen.

  • Hacker übernehmen das Kinderzimmer

    Nicht nur Viren stellen eine Gefahr für das Smartphone da. Immer wieder gelingt es Hackern Webcams zu übernehmen und Räume auszuspionieren.

    Schützen Sie die Privatsphäre ihres Kindes und vertrauen Sie lieber auf ein bewährtes Babyphone als eine von außen angreifbare App.

Als verantwortungsbewußte Eltern sollten Sie bei der Sicherheit Ihres Kindes keinerlei Kompromisse eingehen. Überlassen Sie die Überwachung Ihres Lieblings lieber einem spezialisierten Gerät anstelle einer unsicheren Software App.


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